, 15. Januar 2008 16 Kommentare

Heute kommt Matthias Daum und macht für die NZZ ein Interview übers Bloggen. Er bringt sogar einen Fotografen mit und fotografiert uns mutmasslich, wie wir über die Tastatur gebeugt vor uns hinbloggen. (Im Blogwerk-Büro sitzen natürlich gar nicht die Haupt-Content-Produzenten, aber Pit, Damian und ich schreiben ja schon auch ein paar Sachen.)

Mir ist erst gerade aufgefallen, dass ich Journalisten für auf einer 2 x 2-Matrix einteile, die aus den Dimensionen Fachkompetenz und Voreingenommenheit besteht. Hey, das gefällt mir, das muss ich gleich mal malen, um es besser zu verstehen.

Etwa so:

journalistenmatrix 2008-01-15

(Lustiger wäre es natürlich, wenn man statt I bis IV plakative Bezeichnungen in die Felder schreiben würde, wie “Ahnungsloser Realitätsverleugner”, oder noch lustiger, wenn man einfach Namen in die Felder schreiben würde. Das machen wir dann beim nächsten Mal.)

Matthias Daum jedenfalls macht bisher den Eindruck, er sei Sektor I – wobei eine abschliessende Beurteilung natürlich immer erst erfolgen kann, wenn man den fertigen Artikel gelesen hat. :-)

Wichtigstes Indiz (und einziges – da bin ich in meinem privaten Thesenjournalismus ganz pragmatisch): Er hat angefangen, selbst zu bloggen, und auch wenn sein Blog noch ganz frisch ist (?p=14), finde ich den Ansatz, es als zusätzlichen Recherchekanal heranzuziehen (wie hier, wo er Consultants sucht, die schlecht über ihren Arbeitgeber reden wollen – ich glaub, da kenne ich ein paar), interessant. Ich denke, das funktioniert; allerdings wohl nur, wenn man genug Leser hat, und dazu muss man wahrscheinlich auf Dauer mehr bloggen als nur Fragen.

Zu unserem Gespräch von heute sucht er noch Fragen an mich. Ich habe schon überlegt, noch selbst ein paar zu stellen wie: “Wie schaffen Sie es eigentlich, trotz der grossen Belastung durch das Bloggen immer noch so gut auszusehen?”, das aber wieder verworfen. Nico hat schon eine knallharte Fragesalve abgefeuert. Vielleicht will er investieren?

Also, wenn noch jemand etwas fragen will, mit dem er bisher nicht durchgekommen ist, weil ich so abgeschirmt bin – jetzt (vor 14 Uhr) ist die Gelegenheit!

Kategorie: Kommunikation