, 13. April 2012 0 Kommentare

Persönliches

geboren am 11. November 1968
ledig, in fester Partnerschaft
zwei Söhne (2005 und 2009)
Nationalität Deutschland, C-Bewilligung (in der Schweiz seit 1990)

Berufliches

08/2010 – heute
Neue Zürcher Zeitung AG, Zürich: Leiter Digitale Medien
seit 08/2011 Mitglied der Unternehmensleitung NZZ-Mediengruppe

08/2010 – heute
Blogwerk AG, Zürich: Präsident des Verwaltungsrats

03/2006 – 07/2010
Blogwerk AG, Zürich: Gründer und Geschäftsführer

05/2000 – 07/2005
Zeix AG, Agentur für Usability und User Education, Zürich: Co-Gründer, Partner

01/1998 – 04/2000
HSG Alumni, St. Gallen: Geschäftsführer

09/1996 – 12/1997
new york eats LLC, New York City: Co-Gründer und Vice President

Tätigkeiten und Ämter

07/1995 – 06/1996: Studentenschaft der Universität St. Gallen: Präsident
Oktober 2011 – heute: Präsident der Fachjury «Online» beim Branchenwettbewerb «Schweizer Medienpreis»
2010 – heute: Lizenznehmer und Co-Host der Veranstaltung «TEDxZurich», lokaler Ableger der «TED», bisher zwei Durchführungen mit 450 Teilnehmenden
2010 – heute: Vorstand Internet-Branchenverband «simsa»
2009 – heute: Co-Initiator der zweimonatlichen Veranstaltung «Social Media Gipfel» (bisher 13 Durchführungen, je 120 Teilnehmende)
2001 – 2010: Präsident der Fachjury «Usability» beim Branchenwettbewerb «Best of Swiss Web»

Studium

07/2005 – 02/2008
Promotion Universität St. Gallen, Abschluss als Dr. oec.
Thema: «Web-Usability: Modellentwicklung, Operationalisierung, Überprüfung»

10/1990 – 04/1996
Studium Universität St. Gallen
Abschluss als lic. oec. HSG, Vertiefungsrichtung Informationsmanagement

Sprachen

Deutsch: Muttersprache
Englisch: sehr gute schriftliche und mündliche Kenntnisse

(ausführliche Version auf Anfrage)

, 30. März 2012 17 Kommentare

Gestern Abend war die Preisverleihung der «Best of Swiss Web»-Awards, einem seit zwölf Jahren durchgeführten Branchenpreis der Schweizer Webszene. Ich war bis vor zwei Jahren Jury-Präsident der Kategorie Usability und durfte gestern zurückkehren, um eine Laudatio auf Professor Beat Schmid zu halten, bei dem ich vor gut 15 Jahren studiert und gearbeitet habe. Beat Schmid ist eine Art «Hidden Champion» der Schweizer Internetbranche: Wenige wissen, dass er sehr früh wichtige Impulse für die Entwicklung gegeben hat, und wie viele inzwischen namhafte Firmen wie Namics und Crealogix aus seinem Lehrstuhl hervor gingen. Entsprechend würdigten ihn drei Laudatoren: Prof. Andrea Back (meine Doktormutter) über sein Wirken an der HSG und am Institut für Wirtschaftsinformatik, Bruno Richle, Gründer von Crealogix, über sein Wirken als Verwaltungsrat, schliesslich ich aus Sicht eines damaligen Studierenden.

Hier mein Text:

Lieber Herr Schmid
Meine Damen und Herren

Viele Leute neigen dazu, ihre Studienzeit im Nachhinein zu verklären. Ich nicht.

Einer meiner schlimmsten Momente an der HSG war für mich im Jahr 1993, als meine Kollegen am Institut für Wirtschaftsinformatik, die «Forschung» betrieben, eine IP-Adresse bekamen (die HSG war damals noch auf IPX/SPX) — aber ich nicht, weil ich für die Lehre zuständig war.

Kurz danach stand der erste Webserver der Ostschweiz, der am Lehrstuhl Schmid aufgesetzt wurde (die Streber von der ETH waren natürlich schneller, nicht zu reden von denen am CERN) quasi in der Abstellkammer neben mir — und ich konnte nicht drauf.

Meine Büronachbarn, die Kollegen vom «CC TeleCounter», Richard Dratva sitzt dort vorn, die damals das Online-Banking der Zukunft erfanden — das zwar heute etwas anders aussieht als damals in Visual Basic mit Drag and Drop von Einzahlungsscheinen und Bleistiften skizziert, aber das immerhin eingetreten ist — sie konnten endlich zuschauen, wie sich die Schwarz-Weiss-Websites von amerikanischen Universitäten in nur wenigen Minuten in «Mosaic» auf dem eigenen PC aufbauten.

Einige Monate später gab es dann zwar TCP/IP für die ganze HSG. Aber wenn ich mir auch nur die Entwicklung von Namics und Crealogix anschaue, die aus diesem Team hervorgingen, stelle ich fest, dass ich den Initial-Rückstand von 1993 offenbar bis heute nicht aufgeholt habe.

Was habe ich also in der Zeit gemacht, in der die anderen surften? Was jeder gute Assi macht: PowerPoint.

Einige Slides davon habe ich mitgebracht, nämlich die legendäre Präsentation, mit der Herr Schmid damals durch die Lande reiste und das Internet erklärte. Ich bin überzeugt, dass die Zahl der Schweizer Führungskräfte, die zum ersten Mal von Beat Schmid vom Internet hörten, in die Tausende geht.

Slides mitgebracht — das tönt, als sei ich gut organisiert. In Wirklichkeit habe ich natürlich Andreas Göldi nach Boston geschrieben, der hat das PPT95-File, das man mit heutiger Software gar nicht mehr öffnen kann, durch irgendeinen Online-Konverter gejagt und es mir zehn Minuten später gemailt. Er lässt Sie übrigens schön grüssen.

Was ich hier zeige, sind wirklich nur die Slides, die ich selbst gemalt habe, denn die komplizierteren, auf denen die elektronischen Märkte erklärt werden, habe ich ehrlich gesagt bis heute nicht genau verstanden.

Wirklich, so sah das damals aus, dieses bunte war modern!

Auf dem nächsten Slide sehen wir, dass wir es mit ortslosen, interaktiven und multimediale Informationsobjekten zu tun bekommen würden – die wir heute jeden Tag besuchen und zum Beispiel Websites nennen.

Ich finde es bis heute gut zu wissen, dass das Internet etwas silbrig glänzt aussenrum.

Schön fand ich noch die Grafik der Anzahl Internet-Hosts, die im Jahrzehnt von 1985 bis 1995 schon ein beeindruckendes Wachstum von 0 auf 7 Millionen hinter sich hatte. Wer es vergleichen möchte: Vor genau einem Jahr gingen bekanntlich die Adressen für den Adressraum IPv4 aus, mit dem man 4.3 Milliarden Hosts adressieren konnte.

Meine Lieblingsgrafik bis zum heutigen Tage bleibt aber die letzte Folie, die ich eigentlich gern gross in meinem Büro aufhängen würde: die Substitution von Pferden durch Autos.


(JPG grossPDF)

Denn auch 1995 musste man Managern schon mit Metaphern, die sie verstehen konnten, die Zukunft erklären. 1995 war das die Substitution von Pferden durch Autos zu Beginn des Jahrhunderts.

Ich weiss noch genau, wie Herr Schmid damals in den Vorträgen immer sagte: «Um die ersten Autos zu bedienen, musste man noch ein halber Ingenieur sein, weshalb die Droschkenkutscher sagten: ‘Das wird sich nie durchsetzen!’»

Nun, man könnte heute die Pferde und Autos in der Grafik durch eine Menge aktuelle Dinge ersetzen — sagen wir zum Beispiel durch Zeitungen und iPads — und einigen müsste eigentlich einiges klarer werden. Erstaunlicherweise ist das aber nicht so, sondern ich verbringe in meinem Job recht viel Zeit damit, mit Leuten zu debattieren, die diese Entwicklung in Frage stellen.

Ich frage mich, wie damals die Argumentation lief. Vielleicht sagten einige: «Die Haptik ist bei so einem Pferd einfach viel besser», oder: «Zu einem schönen Tag gehört für mich einfach dazu, dass ich morgens zur Arbeit reite.»

Und tatsächlich, es gibt ja auch immer noch Pferde und Fuhrwerke und Kutscher, und ich unternehme sogar regelmässig Kutschfahrten: im Schnitt etwa alle zwei Jahre, in den Ferien, wenn meine Söhne mich dazu zwingen.

Lieber Herr Schmid, ich könnte noch diverse Beispiele bringen, etwa von Brillen, mit denen wir ab ca. 1997 «in die Daten gehen», aber ich darf hier nicht länger.

Was ich Ihnen an dieser Stelle sagen möchte: Das Rüstzeug, um diese Transitionen vielleicht etwas früher und etwas klarer zu erkennen als andere, haben wir damals von Ihnen im Studiumgang «Informationsmanagement» bekommen.

Herzlichen Dank dafür!

Kategorie: Leute
, 17. Oktober 2009 3 Kommentare

In Mexico City bei einem Vortrag über Social Media von zwei deutschen Expats, die beide dort für BASF arbeiten, auseinander genommen worden (Zwischenrufe etc.), weil sie einen «lustigen Vortrag über Usability» («wie beim letzten Mal»*) statt über «dieses komische Twitter-Zeug, das eh keiner nutzt» erwartet hatten. Der rechte hiess Kress. #traum #so_nah_als_wär_man_da

* Ich war in Wirklichkeit noch nie in Mexiko

Kategorie: Reisen
, 8. April 2009 0 Kommentare

Normalerweise suchen wir ja Testpersonen, die eher dem Durchschnittsinternetuser entsprechen. Hier ist mal was für Fortgeschrittene. Ist für mich interessant und relevant, weil Blogwerk demnächst zu genau dem Thema… aber davon erzählen wir Euch in einer anderen Geschichte.

Planen Sie demnächst Ihre eigene Website? Möchten Sie unter Ihrer eigenen Domain mailen?

Wir suchen Personen, die sich an einem Benutzerfreundlichkeitstest beim Einrichten der eigenen Domain (Web-Adresse und E-Mail-Adresse) über die Schulter schauen lassen.

Was haben Sie davon?

  1. Wir vergüten Ihnen den ersten Jahresbeitrag für die Domain bei einem ausgewählten Anbieter (Registrar).
  2. Wir helfen Ihnen bei Bedarf nach dem Test bis zum lauffähigen Einrichten des E-Mail-Dienstes. (Anm. pho: klingt banal, ist aber das Hauptgeschenk – wer es noch nie gemacht hat, spart hier womöglich mehrere Stunden)
  3. Sie erhalten einen Kinogutschein.

Teilnahmebedingungen:

  • Sie besitzen eine Kreditkarte und sind bereit, diese im Test zu nutzen (Datenschutz garantiert).
  • Sie haben zwischen Dienstag 14. April und Donnerstag 16. April Zeit, in Zürich nähe Stauffacher am ca. 90-minütigen Test teilzunehmen.

Sind Sie interessiert? Dann melden Sie sich bei Sibylle Buff (Zeix AG) unter 044 247 78 78 oder sibylle.b…@ze…com.

Kategorie: Technik
, 9. Oktober 2008 0 Kommentare

Newsletter? Ich habe mich im Sommer 2011 entschlossen, etwa viermal im Jahr einen «privaten» Newsletter zu versenden. Dies vor allem, um Leuten, mit denen ich mal geschäftlich Kontakt habe, oder die einen Vortrag von mir hören, ermöglichen, mir auf einfache Art zu «folgen».

Newsletter?? Wie 1995 ist das denn? Nun ja – ein bisschen. Klar sind RSS und Social Media moderner, aber viele Leute sind eben immer noch per E-Mail gut zu erreichen. Ausserdem blogge ich nicht mehr viel, wie man hier sehen kann, meine Aktivitäten sind verstreut auf alle möglichen Netzwerke und Medien. Sehr affine und aktive Menschen verfolgen die alle, andere finden es womöglich praktischer, wenn ich ihnen diese Informationen «pushe». E-Mail ist dafür nicht so schlecht.

Und was steht dort drin?
Was mich beschäftigt. In meinem heutigen Arbeitsfeld «Medien» bei der NZZ, also Digitalisierung, Monetarisierung, Medlenwandel, aber auch generelle Themen wie Change Management und «Leadership 2.0». Und natürlich bin ich auch weiterhin sehr interessiert an Social Media, womit sich meine Firma Blogwerk beschäftigt (deren Verwaltungsratspräsident ich noch bin) und Usability, das Thema meiner Nicht-mehr-Firma Zeix.

Gibt es den Newsletter nur als Newsletter?
Nein, den gibt’s auch irgendwo hier oder bei Mailchimp. Mal gucken. Aber ich werde ihn sicher auch im Web publizieren, sonst wäre es ja ein Zwangsabo, um an die Inhalte zu kommen, und das ist mir unsympathisch.

Also gut, wie kann ich den abonnieren?
Am liebsten hier in diesem Formular (Link folgt). Am Ende von Vorträgen binde ich jeweils ein Slide ein, auf dem steht, dass man auch per E-Mail an newsletter@hogenkamp.com abonnierenkann.

Und wo werden meine Daten gespeichert?
Bei Salesforce.com und MailChimp.

Ist das in dieser «Cloud», von der man immer so viel hört? Ist das nicht unsicher?
Ja. Nein.

Wie kann ich mich wieder abmelden?
Es gibt einen Unsubscribe-Link in jeder Mail.

Gibst Du die Adressen weiter?
Nur die von Leuten, von denen ich denke, sie seien offen für eine Erbschaft aus Nigeria. Oder für Viagra.
Nein.

Kategorie:
, 27. August 2008 7 Kommentare

Bei der Organisation eines BarCamp/BlogCamp braucht man jedes Mal starke Nerven, was einen Aspekt angeht: das Programm.

Noch eine Woche vor dem Event sieht fast immer die Liste mit den Präsentationen ziemlich dünn aus. (Bei uns sind es immerhin schon 16, aber fünf sind auch erst in den letzten Tagen dazu gekommen.) Doch diese Liste ist ja nur eine Art unverbindliche Voranmeldung, das eigentliche Programm wird gemäss den BarCamp-Prinzipien immer erst vor Ort gemacht: Die Präsentierenden sagen, worüber Sie sprechen wollen, und die Teilnehmenden/Mitmachenden geben bekannt, wer Interesse hat. Wundersamerweise ist am Ende immer das Tableau voll. Hier noch einige Anmerkungen zu den Präsentationen.

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Kategorie: Varia
, 13. Juli 2008 1 Kommentar

Wenn man bei Swisscom schauen will, wieviel von seinem Datenvolumen man schon verbraucht hat, schickt man einfach eine SMS mit dem Text “status” an die Nummer 444, sagen einem alle Ratgeber, auch unserer bei neuerdings.com.

Habe das eben mal ausprobiert, und die SMS sieht so aus:

Restguthaben-SMS

Musste an die Frau von gestern im Media Markt denken. Ob die aus diesem Text auf Anhieb sieht, wie sie dasteht? Eine Angabe in MB statt kB und zusätzlich in Prozent wäre nicht schlecht.

Kategorie: Technik, Varia
, 13. Juli 2008 5 Kommentare

Habe es schon getwittert, aber die Geschichte ist es wert, nochmal in Ruhe erzählt zu werden.

Vorgeschichte
Vor einigen Wochen hatte ich im Media Markt Friedrichshafen eine DVD und ein HDMI-Kabel von Hama für 11,99 ? gekauft, zusammen rund 36 ?. Vor der Tür merkte ich, dass das Kabel das falsche war; der Halter, an dem es gehangen hatte, war falsch beschriftet gewesen. Also wieder rein, der richtige Halter war leer, Verkäufer gesucht, der sagte, dieses Kabel sei ausverkauft, aber unten im Bückbereich gebe es doch dasselbe noch für 2,99 ?. Ich erfreut das falsche teure gegen das billige richtige umgetauscht, an der Kasse 9 ? abgeholt und danach noch einen grünen Zettel für die Rückerstattung der Mehrwertsteuer (ein beliebtes Hobby von in der Schweiz wohnhaften Leuten in Deutschland). Danach den Sachverhalt vergessen bis gestern, als ich die Mehrwertsteuer wieder abholen wollte.

Gestern also wieder im Media Markt Friedrichshafen, zur Information. Normalerweise können die dort tätigen Damen die Mehrwertsteuer natürlich auf dem Kassenzettel ablesen, in meinem Fall aber nicht, weil ich zwei hatte, auf dem einen, «grossen» stand «MwSt. 19% 6,70 ?», es war aber ein Artikel über 11,99 ? gestrichen, und der andere war Kassenzettel endete mit der Auszahlung von 9 ?. Die junge Frau war sichtlich irritiert und wusste nicht, was sie tun sollte.

Ich sagte, ich bekomme die Mehrwertsteuer auf 36 minus 9 Euro. Sie versuchte, dagegen zu argumentieren, dass sich die Auszahlung der 47 Cent auf dem kleinen Beleg gar nicht lohnte. OK, stimmte ich der Vereinfachung der Situation zu: «Von mir aus können Sie den kleinen auch vergessen.» Etwas Erleichterung. Sie nahm also den Taschenrechner, so einen A5 grosses Plastikmonster aus dem Schäfer-Shop, und rechnete.

Während des folgenden Gesprächs wirde mein Sohn etwas ungeduldig, und die Frau musste immer wieder auf einen Knopf drücken, um nichts kaufende Kunden aus dem Laden zu lassen. Vielleicht lag alles daran.

Nach einer Weile kam sie zu einem Ergebnis: «Die Mehrwertsteuer ist 20 Cent.»
Ich: «Was? Das stimmt nicht.»
«Hab ich aber ausgerechnet.»
«Dann haben Sie etwas Falsches gerechnet. Sie müssen von den 36 Euro 9 Euro abziehen und dann davon die Mehrwertsteuer ausrechnen.»
«Wieso 9 Euro? Sie haben doch etwas für 11,99 Euro umgetauscht.»
«Ja, aber etwas für 2,99 gekauft.»
«Wir haben doch gesagt, die Mehrwertsteuer vom anderen Beleg wollen Sie nicht.»
«Also gut. Dann ziehen Sie eben 11,99 ab.»

Sie rechnete wieder. Mehrfach. «Ich komme immer noch auf 20 Cent.»

Ich, immer noch recht freundlich: «Der Nettobetrag ist der Bruttobetrag durch 119 mal 100. Die Differenz ist die Mehrwertsteuer.» Grosse Verwirrung. Ihr Kollege erkannte im Vorbeigehen die Situation, sagte: «Du musst durch 1,19 teilen» und ging sofort weiter.

Ich (ohne Taschenrechner): «Es kommen etwa fünf Euro raus. 36 minus 12 ist ungefähr 25, die Mehrwertsteuer ist ungefähr ein Fünftel, es müssen also um fünf Euro sein.»

Keine Reaktion ausser weiterem Tippen. Dann ein Ergebnis: «Die Mehrwertsteuer ist 23,82 Euro.»

Ich, etwas zögerlich: «OK?» Sie, schnell: «Gut, dann zahle ich Ihnen das aus.»

Sie schrieb eine Quittung und gab mir das Geld. Ich erwartete noch irgendeinen Plausibilitätscheck beim Eintippen des Betrags in den Computer, aber der Prozess war rein analog. Danach rechnete ich damit, dass ein Supervisor mir nachrennen oder beim Verlassen des Geschäfts eine Sirene ertönen würde, was aber auch beides nicht der Fall war. Mit den 23,82 in der Tasche verliessen wir den Laden.

Wir kauften für etwa vier Euro Kirschen und Blaubeeren bei einem fliegenden Händler vor dem Media Markt, ebenfalls von einer jungen Frau bedient, die sehr schnell im Kopf addieren konnte, Prozentrechnung kam hier nicht vor.

Ich entschied mich, kein schlechtes Gewissen zu haben, sondern die restlichen 20 Euro demnächst für einen guten Zweck zu spenden.

(Update 1: Wollte gerade bei «Dunkelziffer», wo ich auch seit einigen Jahren Mitglied bin, aber das ist mir viel zu kompliziert. Mal gucken, ob ich etwas finde, wo ich mit PayPal spenden kann. Update 2: So, habe mich für die Kinderhilfe Rumänien entschieden, nach längerem Rumgoogeln recht willkürlich. Im Bereich Online-Fundraising gibt es Usability-mässig noch viel zu tun.)

Kategorie: Leute

Gestern im «Blick am Abend», die Vorschau auf den «Blick» von heute:

«Blick»-Vorschau im «Blick am Abend» von gestern

Heute am Kiosk und in den Boxen hängt aber ein leicht anderer Aushänger:

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Kategorie: Leute
, 28. Juni 2008 1 Kommentar

Liebe Teilnehmerinnen und Teilnehmer meines Fundraising-Usability-Seminars gestern in Bern

Hier finden Sie die Unterlagen zu«10 Jahre Web-Usability».

Und hier die zu: «Der 30-Minuten-Usability-Test».

Note to self: Nächste Woche mal wieder was Gescheites bloggen.

Kategorie: Leute