27. November 2007 1 Kommentar

Mein neuer Mac kam mit einer 30-Tage-Trial-Version von Microsoft Office für Mac. Habe mich entschlossen, die nicht zu kaufen, sondern Parallels/Windows installiert und nutze dort das eh schon lizenzierte Office für Windows.

Während der 30 Tage verwende ich das Mac-Word und -Excel trotzdem noch, nicht zuletzt, weil die beiden Programme im Moment noch mit den Files assoziiert sind. Eigentlich sollte ich sie längst gelöscht haben, denn bei jedem Starten und Schliessen des Programms (dafür hätte ich noch Verständnis), aber auch bei jedem Speichern, kommt diese Meldung:

Excel-TestDrive Expiration 2007-11-26

Die habe ich also schon hundertmal gesehen.

Gestern wollte ich dann aus Excel etwas drucken, und es ging nicht. Habe es sicher fünfmal probiert, die Kabel überprüft, den Drucker neu gestartet etc.

Bis ich irgendwann die Meldung genauer las, die ich schon x-mal, ohne sie anzuschauen, weggeklickt hatte:

Excel-TestDrive Drucken 2007-11-26

Tja. In Usability-Tests kann ich es jeweils nicht fassen, wenn Leute sich wundern, wieso irgendetwas irgendwie funktioniert oder nicht funktioniert, obwohl es gross und breit auf dem Bildschirm steht. Jetzt habe ich’s mal live selbst nachvollzogen.

Siehe dazu auch dasselbe Thema am Fernseher statt am Computer: “Stellt diese Laufschrift ab!” von Ronnie.

Kategorie: Technik
4. November 2007 4 Kommentare

Hier sind die Slides von meiner Präsentation “Der 30-Minuten-Usability-Test für jedermann” vom BarCampBerlin2 (Sonntag 11 Uhr).

Hab die Präsentation auf Englisch gemacht; die Slides sind auf Deutsch.

Die wichtigste Aussage ist ziemlich einfach: “Besser mit einer Person testen als gar nicht testen.” Das heisst nicht, dass nicht mehr besser wäre und dass man nicht alles andere auch besser machen könnte.

30-Minuten-Usability-Test (PDF, 3.0 MB)

Kategorie: Leute, Technik
22. Oktober 2007 23 Kommentare

1659537126 d709bc4a3bAm Samstag war also das BlogCampSwitzerland 2.0, und am Montag komme ich auch endlich dazu, was zu schreiben, weil Bloggen ja so ein spontanes Medium ist.

Ich war und bin sehr happy. Hat noch mehr Spass gemacht als das erste.

Super fand ich:

  • die produktive und relaxte Stimmung. Ich fand es noch angenehmer und produktiver als das erste. Vielleicht lag das daran, dass ich weniger Stress hatte, weil ich wusste, es kommt gut, oder auch daran, dass die meisten Leute das Format kannten und daher wussten, dass sie einfach relaxed mitnehmen können, was sie interessiert.
  • die Vorstellungsrunde, in der jeder nur seinen Namen und drei Tags zu sich sagt – das bringt eine ganz andere Dynamik rein und man kommt der Idee “jeder partizipiert aktiv” von Anfang an näher.
  • das Catering, das ehrenamtliche von Sandra und Annina (den bezaubernden Ehegattinen von Dominik und Will) und das kommerzielle mit Salat und Thaifood von tuck tuck (sind kein Sponsor, sondern wir haben bezahlt, aber man kann sie ja trotzdem verlinken – sie sollten sich mal einigen, wie sie ihren Namen schreiben wollen. :-).
  • die drei Sessions, die ich gesehen habe.
  • dass wir fünf Sessions hintereinander hatten statt letztes Mal vier
  • die Räume an der ETH einmal mehr nach der quälenden Enge von München (unten noch mehr dazu).
  • das Feedback am Ende, dass vor allem die Deutschen beeindruckt waren von unserer Pünktlichkeit. :-)
  • dass alle rumlaufen und sich gegenseitig interviewen und Fotos und Videos machen, die dann auch schnell irgendwo auftauchen (nur der Bericht im Radio braucht noch ein bisschen, der kam am Abend nicht mehr unter).

Blöd fand ich

  • drei Lücken im Programm an prominenter Stelle, die auf der Holzpinnwand viel Braun durchschimmern liessen.
  • dass ich mal wieder nicht zum Bier im News bleiben konnte.
  • die Hetze in der ersten halben Stunde; hier wären 15 Minuten mehr sinnvoll gewesen, aber das war wohl nicht so schlimm.
  • im Vorfeld das Wiki. Ich habe etwa 20 Mails von Leuten bekommen, die sich nicht eintragen konnten, und ich musste am Freitagabend noch eine Stunde notfallmässig den ganzen Tag rekonstruieren, weil um 8.10 Uhr jemand eine ganz komische Mega-Änderung gemacht hatte. Ich komme ja von der Usability und habe da gelernt: Wenn es eine/r nicht kann, kann es sein, dass er/sie zu doof ist, aber ab dem dritten, der Probleme mit der Bedienung hat, muss man den Tatsachen ins Auge sehen: Es liegt am System. Offenbar scheint ein Wiki für nicht wenige unserer Teilnehmer zu kompliziert bedienen zu sein. Da kann man sich lange aufregen – oder man denkt sich etwas Besseres aus.
  • zu wenig Leute haben gebloggt . VIEL zu wenig.

Das ausführlichste Feedback (es sei denn, ich hätte ein anderes verpasst) kommt von wohl von Corsin , dem BarCampZurich1-Organisator und daher (Legacy :-) unserem Wiki-Master, dem ich zunächst für seinen unermüdlichen Online-Einsatz danken möchte. Die Updates (und damit Downtimes) des Media-Wikis zur Unzeit gehen nicht auf sein Konto.

Und weil er sich die Arbeit gemacht hat, möchte ich auch einzeln auf seine Punkte eingehen.

  • Abusing children to wear and sell political t-shirts
    Hab ich nur am Rande mitbekommen und nicht als weiter schlimm wahrgenommen. Ist es schlimm? Ist eher das Politische daran schlimm oder das Kommerzielle? Wenn man am Sonntag acht Stunden auf dem Flohmarkt steht und die Kinder einem helfen, wird es auch nicht als Kinderarbeit wahrgenommen, oder? Ich fand, das hat keinen gross gestört – aber ich kann mich hier irren, hab keine klare Meinung.
  • The liveDemo were as bad as I expected.
    Hab keine gesehen und hätte auch keine grosse Lust gehabt. Hab aber auch sonst kein Feedback gehört. Vielleicht passt das in dieser Form (VC-Pitch statt technische Demo) wirklich nicht an ein BarCamp/BlogCamp.
  • The location: I really, really, really hope this was the last time a Swiss BarCamp/BlogCamp event happened at the ETH in Zurich.
    Also wie schon gesagt, ich war ja neulich beim BarCampMunich bei Cisco, und das war fürchterlich. Unten (im Foyer) und oben/aussen (im 4. Stock, aber ausserhalb des eigentlichen Cisco-Bürotrakts) war alles prima, aber die eigentlichen Session-Räume waren VIEL zu klein. Die Leute standen in den Räumen, und teilweise standen nochmal bis zu zehn vor der Tür und hörten von draussen zu. Von Stromanschlüssen ganz zu schweigen. Ich dachte die ganze Zeit: Wie gut haben wir es an der ETH.
    They are way to expensive, they limit you in time and they don?t support you very much (in terms of press, price reductions or anything).
    Zu teuer? Das ist eine Veranstaltersicht, das interessiert die Besucher nicht, die müssen es ja nicht zahlen. Beschränkte Zeit? Stimmt. Der Rauswurf ist jeweils recht früh und recht brutal. In München ging es noch bis 22 Uhr im selben Gebäude weiter; wie cool das war, weiss ich nicht, denn ich bin gegangen. Presse? Können wir selbst.
    Ich finde es wichtig, dass alle genug Platz, Strom und Netzzugang haben. Und das klappt an der ETH hervorragend. Schauen wir mal, wie es nächstes Jahr im Technopark wird.
  • Session slots: Out of the 20 available slots, only 16 were taken.
    Einverstanden. Das ist ärgerlich. Letztes Mal haben einfach deutlich mehr Leute präsentiert als in der Liste standen und diesmal weniger. Werde nächstes Mal mehr pushen. Hätte leicht zehn Leute “zwingen” können, etwas zu machen, von denen ich weiss, sie haben den Content von anderen Veranstaltungen sowieso mehr oder weniger parat. Ich inklusive übrigens.
    Es könnte allerdings auch hier sein, dass das nur eine Veranstaltersicht ist und niemanden gross gestört hat – es sind einfach alle zu Facts 2.0 von Chris gegangen, was knapp 100 Besucher hatte und damit sicher die meistbesuchte B*Camp-Session war, die Zürich je gesehen hat. Und das war super. Solange in jedem Slot eine super Session ist, kommt kein grosses Mangelgefühl auf.
  • Sponsoring was, let?s say, ?light? this year.
    Ja, stimmt, aber hat’s irgendwo gefehlt? Ist schade, dass zum Beispiel namics gesagt hat: “Wir setzen diesmal aus”, aber nicht zu ändern. Dominik hat viele Firmen angesprochen, war oft kurz vor dem Abschluss, aber am Ende hat’s nicht gereicht. Wir konnten ein paar Sachen deswegen nicht machen, zum Beispiel die Neuauflage der PhotoBooth vom Leu, aber Hauptsache, man kommt mit einer schwarzen 0 raus.
  • The ?next? BlogCamp will be on August 29th, 2008 on ?the day of information technology?. But IT != Blog. Why not a real BarCamp? The sessions about blogging are there anyway.
    Keine Ahnung, frag Dominik. BarCamp ist nun mal irgendwie “Eures” und BlogCamp “unseres”, und wenn Du diese Zweiteilung mal durchbrechen willst, sprich mit Dominik. Mir ist relativ egal, wie das Ding heisst. :-)

 

Tags:

Kategorie: Leute
5. Oktober 2007 3 Kommentare

371-60 statisch 2 ichbindab

Endlich schaffe ich es mal zu meinem ersten deutschen BarCamp. Freue mich.

Hatte überlegt, meinen “30-Minuten-Usability-Test für jedermann” wieder anzubieten, der damals am BarCampZurich recht gutes Feedback bekommen hat, aber jetzt macht Florian Bailey laut Session-Liste schon “Usability schnell und günstig testen”. Ja nun, dann will ich mich auch nicht aufdrängen.

Nur mal hinten sitzen finde ich auch gut, und so habe ich sicher mehr Zeit, ein paar Leute kennenzulernen, als ich sie in zwei Wochen beim BlogCamp haben werde (das Wiki ist heute down – keine Panik, Corsin hat’s bestimmt im Griff).

Wenn mich jemand treffen will, bitte per Mail melden. Komme heute Abend allerdings erst um 22.46 Uhr an.

Tags: BarCampMunich

Kategorie: Leute
27. September 2007 7 Kommentare

(Handy vibriert.) “Hogenkamp?”

“Herzog. Herr Hogenkamp, Sie sind aber schwer zu erreichen!”

“Ja? Ich finde nicht. Ich war zwei Tage in Deutschland, das muss erlaubt sein.”

“Ja, sicher. Ich wollte mit Ihnen über ein spannendes Geschäft sprechen.”

(etwas unangenehme Pause, weil ich nicht antworte)

“Herr Hogenkamp. Wie stehen Sie zum Thema Sport?”

“Können Sie mir bitte schnell sagen, worum es geht? Ich habe keine Zeit für ein Gespräch nach Gesprächsleitfaden.”

“Es geht um die Mexx Holding AG. Die hat in den letzten Tagen damit begonnen, sich auf einen erfolgreichen Börsengang vorzubereiten.”

“Wollen Sie, dass ich Aktien für einen Börsengang zeichne?”

“Nein, ich möchte mich erstmal mit Ihnen unterhalten.”

“Ich habe kein Interesse an Aktien.”

“OK.”

“Auf Wiederhören.”

“Auf Wiederhören.”

Ich frag mich wirklich, wen diese Leute mit ihrer abgestandenen Verkaufsmasche noch beeindrucken können. Gut, mindestens zwei Leute weiss ich: Die beiden, die bei Zeix für mich jeweils Telefonnotizen aufnehmen, wenn ich nicht da bin. Heute bekam ich ausgerichtet: “Ein Herr Herzog möchte mit dir über eine mögliche Zusammenarbeit sprechen.”

Und das ist ja auch richtig, denn wer weiss, vielleicht ist wirklich mal jemand dran, der etwas kaufen (Usability-Beratung) und nicht verkaufen will.

Aber generell gilt: Je wichtiger es klingt, desto wahrscheinlicher ist es ein Wein-Abo.

Kategorie: Kommunikation
30. August 2007 2 Kommentare

Zu meiner Überraschung entdeckte ich vorhin in der Liste der Pressetermine von heute (die URL ist nur 191 Zeichen lang) einen “alten Bekannten” – unsere Kollegen von SirValUse aus Hamburg. Machen auch Usability, sind aber deutlich grösser als wir (aber Deutschland ist ja auch ein grösseres Land als die Schweiz :-).

SirValUse Presse 2007-08-30

Neu DSC 6803

Tim Bosenick habe ich bisher noch nie gesehen, aber er ist genauso nett wie am Telefon. Er erzählt zehn Minuten lang über Usability und was sie machen – undankbar, wenn nebenan noch gehämmert und gefräst wird, aber es klappt gut.

Ein paar Zitate aus seinem kurzen Vortrag.

Warum ist Usability wichtig? Gute Usability ist ein “Wiederkaufskriterium”. Während man beim ersten Kauf eines Geräts wie eines DVD-Recorders häufig vor allem auf die Features kauft, steigt beim nächsten Kauf die Wahrscheinlichkeit, dass man wieder ein Gerät vom selbsn Hersteller kauft, wenn man auch mit der Bedienung zufrieden war.

Dies ist das erste Mal, dass eine Firma, die sich damit beschäftigt, an der IFA ausstellt. Generell ist Usability in Deutschland unterrrepräsentiert, im Gegensatz zum angelsächsischen Raum. In London gibt es etwa 20 Firmen, die sich mit dem Thema auseinandersetzen. Bei O2 in UK gibt es einen Posten “Customer Experience Director”, der auf gleicher Stufe wie der Marketing Director angesiedelt ist.

In Deutschland dagegen herrscht immer noch eine gewisste Ingenieursmentalität vor. In Deutschland ist ein Gerät gut, wenn es funktioniert. Das hat man auch an den Siemens-Handys gesehen – die waren technisch gut, aber viel schlechter zu bedienen als die anderen.

Viele Ingenieure in Deutschland, die Geräte designen, denken immer noch, sie wissen genau, was die Kunden wollen. Die dramatischeren Szenen in den Usability-Labors spielen sich häufig im Raum nebenan ab, in dem die Kunden sitzen.

Positive Beispiele: iPod durch Reduktion der Features. Nokia, machen viele Tests. Der “EPG” von Hörzu ist ein Beispiel für gute Usability.

“Out-of-the-Box-Tests”: Wie viele Leute von 10 schaffen es, einen neuen DVD-Recorder auszupacken und so anzuschliessen, dass sie den Tatort vom nächsten Sonntag aufnehmen?

SirValUse ist der grösste Usability-Tester in Europa. Mit Büros in Hamburg, München, Chicago, Peking. SirValUse macht Tests mit 200 bis 300 Personen im Monat.

“Hat schon mal jemand was von Jakob Nielsen gehört?” In hier anwesenden Presse-Runde (15 Leute) noch keiner. Nielsen spricht am 1. und 2. November 2007 an der von SirValUse veranstalteten UsabilityWorld.

SirValUse hat es geschafft, bei otto.de die Abbrecherquote um 4% zu senken – sie hätten sich verkaufsabhängig bezahlen lassen sollen.

Recruiting läuft via Call Center, die Leute anrufen und fragen: “Wollen Sie sich demnächst einen DVD-Recorder kaufen?”

Die Berater können mit ihrer Expertise 50 bis 60% der Probleme voraussagen, aber beim Rest überraschen einen die User immer wieder. (Den Satz habe ich wortwörtlich auch schon oft gesagt.)

Hurra, die Standardfrage (und meistumstrittene in der akademischen Usability-Community) kommt auch: “Wie viele Leute braucht man?” Bosenick ist vorsichtig: “Im Durchschnitt zwischen 10 und 20, um Aussagen zu Problemen machen zu können,

Und um es doch nochmal gesagt zu haben (und vor allem, damit ich zuhaus keinen Ärger kriege): Zeix macht das auch alles. Vor allem in der Schweiz. :-)

Kategorie: Leute, Technik
20. August 2007 4 Kommentare

An diese eingehenden PR-Texte muss man sich als Blogger erst noch gewöhnen. :-) Hier mal ein sympathischer.

Lieber Blogger

Letzten Herbst, kurz nach Abschluss meines Studiums an der Universität Basel, habe ich mich dem Projekt www.raumsuche.ch gewidmet. Raumsuche.ch hat zum Ziel, schweizweit die Suche nach Räumen für jeden individuellen Anlass zu erleichtern. Ob Geburtstag, Party, Hochzeit, Seminar oder geschäftliches Meeting, auf Raumsuche.ch kann die passende Lokalität dafür gefunden werden.

Da ich selber viele Feiern für meine Freunde organisiert habe, wurde ich stets angefragt, ob ich gewisse Räumlichkeiten weiterempfehlen könne. Um all denjenigen bei der Raumsuche zu helfen, habe ich diese Webseite kreiert. Umfragen haben gezeigt, dass eine derartige Suchhilfe von vielen Leuten gewünscht wird. Aus diesem Grund glaube ich an das Erfolgspotential von Raumsuche.ch.

Bis heute sind bereits über 1200 Räumlichkeiten auf der Plattform zu finden. Es wäre natürlich toll, wenn das kostenlose Verzeichnis noch weiter wachsen würde, denn das bisherige Feedback war durchwegs positiv. Vielleicht könntest du mich dabei unterstützen, indem du einen Artikel darüber verfasst.

Ich hoffe, du glaubst auch an meine Idee. Im Voraus besten Dank für deine Unterstützung.

Liebe Grüsse
Jonas Zeier
www.raumsuche.ch

Viel Erfolg, lieber Jonas – und zwei Gedanken dazu:

1. Text noch etwas kürzen.

2. Webseite und Website unterscheiden. “Site” ist auch ein “falscher Freund” – und heisst nicht “Seite”. Was Du gemacht hast, ist eine Site – oder ein Webangebot. :-)

3. Mail kürzer, den Hintergrund (Uni Basel, Umragen) verlinken. Die wichtigen Infos – schon 1200 erfasst! – dürfen nicht zugestellt werden.

4. Noch etwas an der Usability der Suchmaske arbeiten. :-)

Soweit die Besserwisserei zum Wochenbeginn. Wünsche Dir viel Erfolg!

Kategorie: Kommunikation, Technik
16. August 2007 1 Kommentar

Gleich, fünfzehn Stunden, nachdem ich um 4.20 Uhr das Haus verlassen habe, wieder zurück. Gratis und franko und ohne konkrete Aussicht auf einen Auftrag 700 km weit gereist, um 15 Leuten etwas über Usability zu erzählen. Die waren auch alle sehr freundlich und aufnahmebereit, hatten allerdings einen Chef, der rein gar nichts wissen wollte, sondern sich in der Rolle gefiel, einem zehnmal hintereinander ins Wort zu fallen und jedes Mal das pure Gegenteil zu behaupten. “Aha, Hogenkamp kann nicht damit umgehen, wenn jemand nicht seiner Meinung ist.” Nö, vor allem bei Usability-Fragen, wo ja meist das Gegenteil auch irgendwie richtig ist. Aber ich finde es anstrengend, wenn jemand in einer Sitzung seine Energie vor allem darauf verwendet, allen zugleich sein Desinteresse (die ganze Zeit auf dem Laptop Mails beantworten) und seine Missbilligung zu zeigen. Als ich ein Video gezeigt habe, dass ihn offenbar am Stück interessierte, schaute er sehr verstohlen hin.

Während es passiert, kann ich sowas recht locker aussitzen bzw. -stehen. Danach ärgere ich mich aber umso mehr. Und denke: Gut, dass ich nur noch 50% Consulting mache und 50% Bloggen und so.

Doch halt. Auf der Rückfahrt fiel mir auf: Von den Top Fünf der schlimmsten Meetings und Präsentationen, die ich in elf Jahren Berufsleben hatte, waren drei in Deutschland. Was insofern frappierend ist, als ich schätze, dass von den vielleicht insgesamt 1000 Meetings und Präsentationen nur 25 in Deutschland waren.

Mit anderen Worten, gegenüber der Schweiz ist in Deutschland der Anteil der Leute, die einen zu Kurzen haben und das kompensieren, imdem sie sich manchmal für meinen Geschmack etwas arg extrovertiert geben, um den Faktor 60 höher als in der Schweiz.

Es sind eben nicht nur die niedrigen Steuern, die sauberen Strassen und die schön anzusehenden Berge, die machen, dass ich mich hier wohlfühle, sondern auch die Kultur, vor allem im Geschäftsleben.

Kategorie: Wirtschaft
11. Juli 2007 0 Kommentare

Wenn man mit Journalisten zu tun hat, sollte man vorher immer schnell nachfragen, ob sie schon mal das Internet benutzt haben, und dann sein Verhalten entsprechend adaptieren.

Unsere Freunde von der Abendzeitung “heute” wollten vorletzte Woche ein Statement zu tellvetia.ch haben, und weil wir (Zeix) natürlich immer sagen, dass Experteurteile zwar gut sind (vor allem unsere), aber User-Urteile besser.

657398064 ef32d9025aAlso haben wir spontan Pavel (18) zu einem Usability-Test eingeladen, ihn interviewt und natürlich auch Fotos von ihm gemacht. Die sahen so aus wie links zu sehen. Wir haben gleich mal fünf gemacht, und weil die insgesamt recht gross sind, habe ich sie auf meinen Flickr-Account hochgeladen.

Erst gestern Abend habe ich gemerkt, wie fehlerträchtig dieser Prozess war. Denn es sind ja nicht alle Fotos in meinem Flickr-Account von Pavel (18), sondern manche haben mit Pavel gar nichts zu tun. Zum Beispiel ich mit meinem Sohn auf dem Arm. Oder wir von Zeix bei der Best-of-Swiss-Web-Awardnight.

152637306 064d02cadfEntsprechend hat dann wohl jemand gedacht, ach, der Pavel (18), von hinten vor dem PC, das ist doch irgendwie doof, nehmen wir lieber jemanden von vorn, ach, da ist ja einer, sieht doch gleich viel besser aus.

Irgendwie komisch zwar, dass der unten ganz anders aussieht als der Junge oben (mit oder ohne Haare macht doch recht viel aus…), und dass das Foto vom 24. Mai ist, aber was soll’s. Hauptsache ein gutes Foto.

Tja, und so sieht Pavel (18) nun in der Zeitung von gestern ziemlich so aus wie Samuel (32). Beide wundern sich. Und Peter (38) sieht so aus, als sei er zu doof gewesen, den Prozess zu managen. :-)

heute tellvetia 2007-10-07

Lesson learned: Jeweils ein Foto als Attachment schicken, und fertig.

Kategorie: Kommunikation, Technik
26. Mai 2007 6 Kommentare

Bei sixt.de miete ich nicht oft einen Wagen, aber doch regelmässig, zum Beispiel immer im Anschluss an den Flug nach Hannover, um danach zu meinen Eltern weiterzufahren. Eigentlich sollte es mich erkennen an einer Art “Kreditkartenlogin” erkennen und meine Daten automatisch hervorholen, aber das klappt meist nicht.

Schon zum dritten Mal ist es mir heute passiert, dass ich Name und Vorname vertauscht habe. Ein Beweis, dass man in Webmasken die Feldbezeichner nicht wirklich liest, sondern mehr errät (das bin ich nur ich, sondern in Usability-Tests sieht man, dass das alle so machen), und dass die richtige Reihenfolge, zumindest für mich als Kunden, eindeutig: “Vorname – Name” wäre und nicht “Name – Vorname”, wie hier:

Sixt vorname-name 2007-05-25

Im PDF kommt’s dann so raus:

Sixt vorname-name PDF 2007-05-25

Da freut sich doch der Herr Peter, dass er gut gemietet hat. Letztes Mal haben sie dann allerdings meine Reservierung nicht gefunden, als sie im Computer unter “hogenkamp” gesucht haben.

Auch prima, siehe PDF weiter unten, sind die datenbankbasierten Öffnungszeiten der Station am Flughafen. Von 2 bis 7 Uhr machen die Mittagspause, am Wochenende sogar bis 9 Uhr. Ziemlich ausgedehnte Siesta.

Kategorie: Technik