, 7. März 2008 8 Kommentare

Im November schrieb ich nach einer Veranstaltung über den «Kommentar-Elitarismus bei NZZ Online». Urs Holderegger erzählte damals von ihren strengen Regeln: Wer nichts Gescheites zu sagen hat oder seinen richtigen Namen nicht angibt, dessen Kommentar wird mitleidslos gelöscht. Seitdem wundere ich mich nicht weiter, wenn ich bei NZZ Online kaum Artikel mit Kommentaren sehe (natürlich, Ausnahmen bestätigen die Regel, aber wir reden hier von einer Site mit 7 Millionen Visits im Monat).

Umso mehr wunderte ich mich eben, als ich unter dem Artikel zum Rücktritt des Kommandanten der Schweizergarde die folgenden drei Kommentare fand (immer von unten nach oben, was nervig ist, denn wenn sich Diskussionen entwickeln, muss man erst ganz runterscrollen):

NZZ Kommentare

Hallo? Qualität? Real-name-Pflicht?

Peter Schmids Mundart-Kommentar hätte wohl eher an der Fasnacht Platz (originell wäre er allerdings auch dort nicht), und «Lucky Luke» heisst eventuell in Wirklichkeit anders und schreibt auch nichts Gescheites.

Bleibt die Frage: Hat hier jemand geschlafen, oder wurden die Regeln geändert?

Was von der NZZ-Kommentardiktaturkultur zu halten ist, durfte am letzten Dienstag auch Blogwerk-Mitarbeiter Ronnie-Grob erfahren: Sein Kommentar unter einem Artikel, dass eine falsche Zahl publiziert wurde (komisch, die «etablierten» Medien vertun sich bei den Blog-Statistiken immer nur in eine Richtung), wurde nach Korrektur der Zahl gelöscht. Siehe hier, Teil «Update am 04.03.2008, 19:50 Uhr». Ich glaub, ich schreibe mal einen How-to-Post über Online-Korrekturen.

Kategorie: Kommunikation, Technik